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Pflegeassistenten im Gespräch

  • Das Interview führten die Schüler Jonas
  • und Patrick aus dem Unterkurs der
  • Berufsfachschule Pflegeassistenz mit
  • Petra und Danny aus dem Oberkurs
  • vom bbw

Wenn man etwas will, dann klappt das auch ...

März 2014

Frage: Was habt Ihr vor Eurer Ausbildung zum Pflegeassistenten gemacht?

Petra: Ich bin Mutter von 4 Kindern und ich denke, damit erledigt sich die Frage.
Danny: Nun, ich habe vorher nichts gemacht. Ein Großteil unserer Klasse hat die Schule besucht, hat ein BSJ absolviert oder war Ausbildungsplatz suchend.

Frage: Wie seid Ihr darauf gekommen, Euch im BBW zu bewerben?

Petra: Einige Mütter haben in der Zeitung von der Schule und dem angebotene Ausbildungsgang erfahren und ihren Kinder empfohlen, sich im BBW zu bewerben.
Andere wurden über die Berufsberatung informiert. Online bewerben sich viele über unsere BBW- Homepage.
Danny: Ich habe es auch über die Zeitung erfahren, habe mich hier beworben und klappte auch sofort.

Frage: Ist Euch der Umstieg zur Berufsfachschule schwer gefallen?

Danny: Alles super, habe mich sehr auf die Schule gefreut. Super cool hier, wusste ich aber von vornherein schon.
Petra: Also, früh aufstehen, das kenne ich. Aber es war für mich einfach was ganz Besonderes: etwas nur für mich zu tun.
Ich wollte auch unbedingt die Ausbildung machen, im zweiten Anlauf. Von daher war ich schon sehr motiviert. Und ich bin heute froh, dass ich es soweit geschafft habe!

Frage: Gab es Veränderungen nach Beginn der Ausbildung im privaten Bereich? Man hat dann ja nicht mehr so viel Zeit.

Danny: Nein. Aber es war schon eine Umstellung, hier in der Ausbildung zu sein und auch mal etwas für die Schule zu tun.
Das ist schon wichtiger. Deshalb müssen andere Sachen auch mal aufgeschoben werden.
Petra: Freunde treffen kann man auch noch am Wochenende.
Danny: Ja, genau. Oder abends. Ferien und Feiertage haben wir ja auch.

Frage: Habt Ihr Euch die Ausbildung zum Pflegeassistenten finanziell leisten können?

Petra: Einige von uns beziehen Bafög. Andere wiederum werden von den Eltern, vom Partner oder der Familie unterstützt. Manche gehen arbeiten, um sich die 100 € Schulgeld leisten zu können.
Einzelne machen auch Schulden. Ganz so einfach ist es nicht immer, leichter wäre es ohne. Ich selbst beziehe Bafög, auch wenn es nicht viel ist, aber man arrangiert sich so.

Frage: Was hat Euch besonders gut gefallen?

Petra: Wir haben jede Menge Ausflüge gemacht. Wir waren einen Tag in Garrel, im „Kompetenzzentrum für barrierefreies Wohnen“. Dann sind wir zur Interna-tionalen Fachmesse „Rehacare“ nach Düsseldorf gefahren. Wir waren bei Care 4 life und haben Einrichtungen der Altenpflege und für Menschen mit Behinderungen besucht. Zum Beispiel konnten wir an verschiedenen Perso-nenliftern im Haus Bergerskamp der HHO Osnabrück trainieren. Und am „Sportivationstag 2013“ haben wir auch mitgewirkt. Über 1000 Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung haben an diesem Spiel- und Bewegungsfest teilgenommen.
Danny: Und heute gehen wir noch Snoezelen in der Osnabrücker Werkstatt für Menschen mit Behinderungen Sutthausen. Ja, hier gibt es immer was zu tun.

Frage: Gab es etwas in der Ausbildung, das Euch schwer gefallen ist?

Danny: Schwer war nichts.
Petra: Ja, das würde ich auch sagen. Wenn man etwas will, dann klappt das auch! Die Lehrer sind klasse und unterstützen einen, wo sie können. Das passt! Eine klasse Atmosphäre.
Die Klassengemeinschaft ist super, wir verstehen uns alle gut. Schade, dass es jetzt bald vorbei ist.

Frage: Habt Ihr schon Ideen, wie es nach der Ausbildung weitergeht?

Danny: Ja. Es bleibt natürlich knapp die Hälfte unserer Leute hier im BBW. Es wechseln vier Schüler in die Heilerziehungspflege-Ausbildung, vier starten im 2. Ausbildungsjahr der Altenpflege.
Zwei unserer Mitschüler haben Ausbildungsplätze in der Krankenpflege, eine wird die Fachoberschule besuchen.
Petra: Der Rest macht erst einmal in dem Beruf des Pflegeassistenten weiter. Aber wichtig ist ja, dass viele von uns hierbleiben.

Frage: Würdet Ihr die Ausbildung hier am Berufsbildungswerk weiterempfehlen?

Petra: Ja.
Danny: Ja, auf jeden Fall.

Danke für das Gespräch und die Informationen. Euch weiterhin viel Erfolg.